Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin informiert Schüler über Organspende
Die Zahlen stimmen nachdenklich: Nur 953 Menschen haben 2024 in Deutschland nach ihrem Tod Organe für eine Transplantation gespendet. Mit rund 11 Spendern pro einer Million Einwohner liegt Deutschland damit im internationalen Vergleich auf einem der hinteren Plätze. Umso wichtiger ist die Aufklärung über dieses Thema. Der Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, PD Dr. Michael Dolch, hatte kürzlich zwei zehnte Klassen des Maria Ward Gymnasiums in Altötting auf deren Anfrage hin zu einem Infotag rund um das Thema Organtransplantation ins InnKlinikum Altötting eingeladen. Was es bedeutet, durch eine Organspende sein Leben zurückgewonnen zu haben, erfuhren die 50 Schülerinnen und Schüler in der sehr persönlichen Erzählung von Barbara Hobmeier. Nicht weniger bewegend waren die Schilderungen von Thomas Krauss, der auf ein Spenderherz wartet. Der Oberarzt der Neurologie, Dr. Georg Rieder, informierte in seinem Vortrag über die Feststellung des Hirntodes als Voraussetzung einer Organentnahme. Die Untersuchung des Hirntodes müsse, so Dr. Rieder, durch zwei dafür qualifizierte Ärzte mit mehrjähriger Erfahrung in der Intensivbehandlung von Patienten mit schweren Hirnschädigungen durchgeführt werden. Dass jemand fälschlicherweise als Hirntot erklärt werde, könne er ausschließen, so Dr. Rieder auf Nachfrage einer Lehrkraft. Zahlreiche Fragen der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten an die Referenten zeigten das große Interesse an diesem Thema. Als Anregung konnten die jungen Frauen und Männer mit nach Hause nehmen, dass sie mit ihren Familien über dieses wichtige Thema sprechen.